Bad-Dürrheim

Viel Geld in Ausstattung investiert

von Georg Kaletta

Mit der Einweihung ihres neuen Rüstwagens und Mannschaftstransportwagens verband die Feuerwehr Bad Dürrheim einen Tag der offenen Tür, der auf große Resonanz bei der Bevölkerung stieß.

Bad Dürrheim. Den offiziellen Teil am Samstagabend einleitend würdigte Bad Dürrheims Abteilungskommandant Johann Merkel die Zusammenarbeit mit der Stadt, die ihre Aufgabe ernst nehme, der Feuerwehr die erforderliche Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. 545 000 Euro wurden investiert. Nach Abzug der Zuschüsse musste die Stadt 275 000 Euro tragen.

Der bisherige Rüstwagen war 40 Jahre lang im Einsatz und leistete zum Beispiel beim schweren Busunglück 1992 wertvolle Dienste. Seit Mai befindet sich das im Juli offiziell in Dienst gestellte Fahrzeug im Besitz der Wehr, womit für einen Kreis von Feuerwehrmännern ein erhöhter Probenaufwand verbunden ist. Mit dem neuen Fahrzeug steigt die Feuerwehr Bad Dürrheim auch in die Verbundarbeit ein, zum Beispiel mit dem Hochwasserzug des Schwarzwald-Baar-Kreises.

Der neue Mannschaftstransportwagen werde auch für die immens wichtige Nachwuchsarbeit eingesetzt. Bürgermeisterstellvertreter Heinrich Glunz sah den festlichen Anlass als die ideale Gelegenheit, den Angehörigen der Feuerwehr für ihre ehrenamtliche Tätigkeit Dank zu sagen. Die Stadt sei stolz darauf, dass 160 Frauen und Männer in sechs Abteilungen ihren Dienst zum Schutze der Allgemeinheit ausüben. Dank gebühre auch der Altersmannschaft und der Jugendfeuerwehr, welche zur Zukunftssicherung der aktiven Wehr beitrage. Glunz erinnerte daran, dass in den Jahren 2005 bis 2017 von der Kommune 4,6 Millionen Euro für Ausrüstung der Feuerwehr aufgewendet wurden. In diesem Jahr sind es bisher 340 000 Euro, weitere 110 000 Euro werden für die Funkdigitalisierung und einen Kommandowagen folgen. In der Beschaffungskette stehen noch die bis 2021 geplanten Neuanschaffungen von Fahrzeugen für die Abteilungen Unterbaldingen und Biesingen.

Kreisbrandmeister Florian Vetter betonte die strategische Wichtigkeit des Rüstwagens, der auch zur Überlandhilfe eingesetzt wird. In Triberg sei solch ein Fahrzeug bereits vorhanden, in Hüfingen stehe die Anschaffung bevor. Der Stadt dankte Vetter für die nicht unerhebliche Investition. Gesamtwehrkommandant Volker Heppler hob hervor, dass die neuen Einsatzfahrzeuge keine Geschenke an die Feuerwehr darstellen, sondern Fahrzeuge von Bürgern für Bürger sind. Der Rüstwagen, an dessen Ausstattungsmerkmalen im Wesentlichen die Beschaffungsgruppe unter der Leitung von Vizekommandant Karl-Heinz Kienzle agierte, sprach er seinen Dank aus.

Die Fahrzeugweihe erfolgte durch den katholischen Geistlichen Michael Fischer und den evangelischen Pfarrer Bernhard Jaeckel. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Spielmannszug der Feuerwehr Villingen unter der Leitung von Peter Schmid. Zum Tag der offenen Tür am Sonntag spielte das Blasorchester Bad Dürrheim zur Unterhaltung. Vorführungen der Jugendfeuerwehr, Explosionen von Fett und Spraydosen, Führungen durch das Gerätehaus und eine Fahrzeugschau gehörten zum Programm.