Bad-Dürrheim

Nachbarschaftshilfe im Blick

von Schwarzwälder-Bote

Bad Dürrheim-Oberbaldingen (kal). Ein dem Ortschaftsrat in seiner letzten Sitzung vorgestelltes organisiertes Nachbarschaftshilfeprojekt will Erwin Nopper in allen Stadtteilen auf die Beine stellen. Dass der Bedarf an vielfältigen Hilfeleistungen vorhanden ist, hat der in Öfingen wohnhafte Nopper durch Gespräche ermitteln können.

Bedarf an Hilfe zeigt sich in vielen Bereichen

Dem Bedarf zu Grunde liege manchmal, dass die Kinder weggezogen sind, ältere Mitbürger krankheitsbedingt Hilfe beim Einkaufen, Putzen, Bügeln, Kochen und bei der Gartenarbeit benötigen. Zu der praktischen Hilfe in Situationen des täglichen Lebens kann auch das Begleiten zum Arzt, zu Behörden oder zu Spaziergängen zählen. Gespräche, Vorlesen, Spielen, Ausgehen seien nicht nur wirksam gegen Vereinsamung, sie führten die Menschen zusammen, schafften persönliche Beziehungen und bewirkten eine dörfliche Lebensqualität.

Die Hilfsangebote sollten jedoch nicht gänzlich auf ältere und kranke Menschen fixiert sein. Individuelle Hilfe und Entlastung für Familien, Vermittlung von Kinderbetreuung und mehr seien durchaus denkbar.

Um selbst Erfahrungen zum Aufbau der Nachbarschafthilfe zu sammeln, kontaktierte der Initiator gleichartig aufgestellte Initiativen, die schon lange in Bodensee- sowie Heuberggemeinden tätig seien.

Dort habe er erfahren, dass recht bald Mitarbeiterinnen auf der Basis einer geringfügigen Beschäftigung eingestellt wurden, um den kontinuierlich steigenden Bedarf an Hilfeleistungen decken zu können, für die ein Beitrag zu leisten sei. Um den nächsten Schritt gehen zu können, sei die Gründung eines Vereins erforderlich, schloss er seinen Vortrag.

Ortsvorsteher sieht Projekt positiv

Ortsvorsteher Karlheinz Ullrich konnte sich gut vorstellen, dass dieses Projekt bei den hilfsbedürftigen Bürgern Anklang findet.