Bad-Dürrheim

Mineralbrunnen gewährt Einblick

von Schwarzwälder Bote

"Toll, was die Kulturlotsen immer mit uns unternehmen!" So äußern sich die Mädchen und Jungen, wenn sie zu neuen Erlebnissen und Abenteuern mit ihren erwachsenen Betreuern unterwegs sind.

Bad Dürrheim (kal). Kürzlich ging es zum Bad Dürrheimer Mineralbrunnen, um zu beobachten, wie dort der Betrieb abläuft. Die 15 Kinder und ihre Begleiterinnen wurden im Eingangsbereich von Mitarbeiterin Christina Schaffert begrüßt, die zunächst an alle Besucher Headsets zur guten Verständigung und neongrüne Warnwesten verteilte.

Damit gut ausgerüstet, begann die Führung durch das Bad Dürrheimer Unternehmen. Die Kinder konnten dabei eine Menge Interessantes erfahren. So unter anderem, dass die Flaschen verschieden bunte Schraubdeckel haben, damit man auf den ersten Blick erkennt, mit welchem Wasser oder welchem Fruchtsaft sie gefüllt sind. Die Äpfel für die Fruchtschorle kommen ausschließlich vom Bodensee, betonte die Sprecherin.

Rund eine halbe Million Flaschen mit einem Fassungsvermögen von 0,7 Liter werden täglich abgefüllt. Die Glasflaschen werden etwa 50 Mal benutzt, rund 10 000 Flaschen werden pro Tag aussortiert. Wichtig sei es, auch auf die leeren Flaschen den Deckel zu schrauben, damit der Flaschenhals am Verschluss nicht absplittert.

Stehen die Getränkekästen auf der Palette, werden sie mit einer starker Schnur befestigt, damit sie nicht vom Lkw fallen. Die Paletten mit Plastikflaschen, die im Werk aus einer kleinen Röhre entstehen, werden in eine Kunststofffolie eingeschweißt.

Da der Besuch an einem Freitagnachmittag stattfand, standen manche Maschinen still, doch durch die Erklärungen der Mitarbeiterin konnten die Kinder dennoch viel erfahren. Sie konnten den Einsatz der Gabelstapler miterleben, die mit großer Geschwindigkeit durch die Hallen fahren, um die Paletten in die Lkws ein- oder auszuladen. Das Unternehmen hat 15 eigene Lastwagen mit Anhängern. Im Hochsommer jedoch werden weitere Fahrzeuge angemietet, so dass in Baden- Württemberg 30 Fahrzeuge unterwegs sind, die am Tag bis zu 200 Fuhren erledigen. Ein Fahrzeug wird mit rund 30 000 Flaschen beladen, dafür benötige man eine halbe Stunde. Nach so vielen Informationen erwartete die Besucher eine wohltuende Stärkung. Es gab Laugengebäck, und eine große Auswahl an Saft und Sprudel stand bereit. Zur Erinnerung konnte jeder eine mit zwei Getränken gefüllte Stofftasche und einen Flaschenöffner mit nach Hause nehmen.