Bad-Dürrheim

40 Fehlalarme ein "großer Brocken"

von Georg Kaletta

Gesamtwehrkommandant Volker Heppler und sein Stellvertreter Karl-Heinz Kienzle treten mit einem klaren Vertrauensbeweis der Wehrangehörigen ihre zweite Amtsperiode an.

Bad Dürrheim. Mit 112 Einsätzen hatte die Wehr im vergangenen Jahr ein beachtliches Pensum zu leisten, hob Gesamtwehrkommandant Volker Heppler bei der Hauptversammlung hervor. Darunter waren 17 Brandeinsätze, die sich in die Kategorien Groß-, Mittel-, und Kleinbrände bis zur Überlandhilfe aufteilten. 39 Mal waren technische Hilfeleistungen erforderlich, worunter auch das Ausrücken zu Unfällen und Türöffnungen zählen. Als großen Brocken bezeichnete Heppler die Anzahl von 40 Fehlalarmen, von denen zwölf durch technische Defekte an Brandmeldeanlagen sowie 17 durch Fehleinschätzungen zustande kamen.

Zur Einsatzsicherheit gehörte das Reinigen und Desinfizieren von 930 Atemschutzmasken, Prüfen sämtlicher Leitern und Elektrogeräte sowie sonstiger Ausrüstungsgegenstände. Erledigt wurden Kleinreparaturen an Fahrzeugen und Aufbauten. Neben einer Gesamtwehrprobe fanden fünf gemeinsame Übungen der Ostbaarabteilungen Oberbaldingen, Unterbaldingen und Öfingen statt. Insgesamt stehen 182 Einsatzkräfte zur Verfügung, die sich in 169 Männer und 13 Frauen aufteilen. Der Spielmannszug setzt sich aus sieben Musikerinnen und sechs Musikern zusammen. Die Altersmannschaft hat 61 Mitglieder, unter denen sich 34 Ehrenmitglieder und sechs Ehrenkommandanten befinden.

Umfangreich gestalteten sich Ausbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen. Aus den Betätigungsfeldern vier der Arbeitsgruppen Beschaffung/Technik, Funk, Ausbildung/Einsatz und Bekleidung berichtete Vizekommandant Karl-Heinz Kienzle. Die AG Bekleidung übernahm die Planung und den Umbau des ehemaligen Gerätehauses in Sunthausen zur Kleiderkammer. Zu den größeren Investitionen zählte er die Instandsetzung des Schlauchwagens für 52 700 Euro und die Beschaffung des hydraulischen Rettungsgeräts für den Rüstwagen, das 48 660 Euro kostete. Stadtjugendwart Bernd Räffle ließ anklingen, dass die Personalsituation auf lange Sicht verbesserungswürdig sei. Zwar gehören derzeit der Nachwuchsabteilung 42 Jugendliche an, doch in den beiden vorangegangenen Jahren sei die Gruppe um jeweils vier Personen geschrumpft. Zu den Höhepunkten im vergangenen Jahr zählte er die Gesamtübung aller städtischen Jugendwehren und den Helfertag in der Ostbaarschule in Unterbaldingen. Mit Marian Nann und Simon Schlenker konnten zwei neue Jugendwarte gewonnen werden. Das Thema Nachwuchs griff Kreisbrandmeister Florian Vetter auf und empfahl, Werbung für die Jugendfeuerwehr in persönlichen Gesprächen mit den Jugendlichen zu machen.

Er bemängelte, dass die Preise für Einsatzfahrzeuge ständig steigen. Dieser Entwicklung möchte man im Kreis mit Sammelbestellungen entgegentreten, um Nachlässe zu erreichen. Der Trend zu mehr Einsätzen werde seiner Meinung nach wegen den zunehmenden Wetterkapriolen, Sturm- und Hochwasserschäden sowie Stromausfällen anhalten.

Aus einer langen Reihe von zu Ehrenden ragten für jeweils 50-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr Wilfried Götz und Werner Senkpiel von der Abteilung Biesingen und Klaus Vetter von der Abteilung Bad Dürrheim heraus.

Dem letztmalig einer Gesamtwehrversammlung beiwohnenden Bürgermeister Walter Klumpp dankte Volker Heppler für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen 16 Jahren. Einfließen ließ er dabei die von der Kommune geförderte bauliche wie auch technische Aufrüstung der Feuerwehr. Das scheidende Gemeindeoberhaupt wurde von der Versammlung mit lang anhaltendem Beifall verabschiedet.