Tödlicher Arbeitsunfall in Stuttgart

Avenged Sevenfold sagen für Mailand geplantes Konzert ab

von Christine Bilger

Stuttgart - Nach dem Konzert der Gruppe Avenged Sevenfold ist in der Nacht zum Dienstag in der Schleyerhalle ein 19 Jahre alter Arbeiter ums Leben gekommen. Ein 26-jähriger Mitarbeiter war kurz nach Mitternacht beim Abbau von der Dachkonstruktion in der Halle auf einen Kollegen herabgestürzt. Der getroffene Mann kam ums Leben. Der 26-Jährige erlitt schwere Verletzungen, meldet die Polizei. Die Kripo untersuchte die Unfallstelle. Die Ursache sei noch nicht gefunden.

Veranstalter weist bei Mietvertrag auf Sicherheitsregeln hin

„Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen“, sagt Jörg Klopfer, der Sprecher der Veranstaltungsgesellschaft In.Stuttgart, die die Halle vermarktet. Die Unfallbeteiligten seien bei einem externen Dienstleister beschäftigt gewesen, den der Konzertveranstalter beauftragt habe. Die Band meldete sich bei Facebook zu Wort und sprach ebenfalls ihr Mitgefühl aus.

„Es ist der erste tödliche Unfall in der Geschichte der Schleyerhalle“, fügt der Sprecher hinzu. Einmal sei ein Arbeiter bei der Sanierung der Schleyerhalle in den Jahren 2005 und 2006 in die Tiefe gestürzt, als er an der Sprinkleranlage zu tun hatte. Die Sanierung lief damals parallel zum Neubau der Porschearena. Der Arbeiter erlitt schwere Verletzungen. „Die Bühnentechniker, die in der Höhe arbeiten, haben spezielle Einweisungen. Wir geben zusätzlich Sicherheitshinweise, wenn wir einen Mietvertrag für die Halle abschließen“, so Klopfer.

Wegen des Unfalls beziehungsweise der Ermittlungsarbeiten musste die Gruppe Avenged Sevenfold das für Dienstagabend in Mailand geplante Konzert absagen: Die Ausrüstung musste stehenbleiben, bis die Ermittler und ein Gutachter sie in Augenschein nehmen konnten. Geplant war, noch in der Nacht abzubauen und den Bühnenaufbau für den Transport zu verladen. Das stoppten die Ermittler.