Die Arbeitsagentur in Balingen Foto: Eyckeler

Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im Zollernalbkreis nur etwas verringert im April. Dennoch sehen die Experten viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt.

Der Trend der jüngsten Monate auf dem regionalen Arbeitsmarkt setzte sich laut Mitteilung der Arbeitsagentur in Balingen im April fort. Der Arbeitslosenbestand sank demnach in den vergangenen vier Wochen um 50 Personen (0,6 Prozent) auf 7450 Personen, den niedrigsten Stand des Jahres. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,0 Prozent.

Traber: wir verzeichnen einen Rückgang

„Zum dritten Mal in Folge sind die Arbeitslosenzahlen zum Monatsende rückläufig. Während im Ländle insgesamt die Arbeitslosenzahl annähernd unverändert blieb, verzeichnen wir in der Region nochmals einen zwar auch nur geringen, aber überdurchschnittlichen Rückgang im Vergleich zum Ende des ersten Quartals“, wird Anke Traber, die Leiterin der Agentur für Arbeit Balingen zitiert.

Dabei ist Arbeitslosigkeit kein fester Block. Den immer wieder neuen oder erneuten Arbeitslosmeldungen stehen Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit, sei es wegen eines neuen Jobs oder aus anderen Gründen, gegenüber. Diese Bewegung auf dem Arbeitsmarkt nimmt schon seit einigen Monaten zu.

Zahl ausländischer Arbeitsloser sinkt

Überdurchschnittlich ist in den vergangenen vier Wochen die Zahl der ausländischen Arbeitslosen gesunken. 55 Arbeitslose weniger als im März bedeuten einen Rückgang um 1,9 Prozent. „Dazu tragen unter anderem die Bemühungen im sogenannten Jobturbo bei, einem Programm, in dem Geflüchtete besonders unterstützt werden, um nach dem Sprachkurs schnell eine Arbeit zu finden“, heißt es in der Mitteilung.

Die Zahl ausländischer Arbeitsloser liegt aber wie die Gesamtzahl aller Arbeitslosen deutlich über den Werten des Vorjahres. 3,8 Prozent mehr ausländische und insgesamt 5,9 Prozent mehr Arbeitslose zeigen trotz der saisonüblichen leichten Entspannung die Auswirkungen wirtschaftlicher und konjunktureller Unsicherheiten.

Qualifizierung wird immer wichtiger

„Derzeit sind 4000 Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung arbeitslos gemeldet“, stellt Rolf Gehring, Pressesprecher der Agentur für Arbeit, fest. „Das sind fast 54 Prozent aller Arbeitslosen. Das Risiko arbeitslos zu werden und länger zu bleiben, sinkt mit dem Grad der beruflichen Qualifikation“. Er empfiehlt sowohl Arbeitslosen als auch Beschäftigten, sich bei Weiterbildungsinteresse an die Agentur für Arbeit zu wenden.

Entwicklung in den Landkreisen unterschiedlich

Während im Landkreis Sigmaringen bei einer unveränderten Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent mit 2810 Personen rund 10 mehr arbeitslos sind als im März, verringerte sich im Zollernalbkreis die Arbeitslosenzahl um 55 auf 4640.

Die Quote liegt wie im März bei 4,3 Prozent. Zum Zollernalbkreis gehören die Hauptagentur in Balingen mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent und die Geschäftseinheiten in Albstadt mit 5,2 und Hechingen mit 4,1 Prozent.