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Mit Musik und Strandbar

von Schwarzwälder Bote

Nichthuldiger und Kirchamäus laden zur traditionellen Marktplatzhockete. Sie beginnt mit einem Weißwurstfrühstück.

Beste Unterhaltung mit Spiel und Spaß sind am kommenden Sonntag, 14. Juli, auf Bisingens Marktplatz angesagt. Die Nichthuldiger und Kirchamäus feiern nämlich ihre traditionelle und zugleich originelle Marktplatzhockete.

Rund um den Nichthuldigerbrunnen in der Ortsmitte findet dieses traditionelle Fest statt. Auftakt ist ab 10.30 Uhr und zwar mit einem zünftigen Weisswurstfrühstück und schwungvollem Frühschoppen mit musikalischer Unterhaltung. Ein Mittagtisch, Kaffee und Kuchen sowie ein Kinderprogramm werden geboten. Ebenso aber auch die erstmals eingerichtete Strandbar.

Der Narrenrat lädt die Einwohnerschaft ein, in gemütlicher Runde auf der Hockete zu verweilen. Für Festatmosphäre aber auch Schutz bei unpässlicher Witterung sorgen neben dem Festzelt die gelb-roten Marktstände.

Vor 30 Jahren kam bei Gemeindeverwaltung und den Ratsmitgliedern des Gemeinderates der Gedanke auf, in Bisingens Ortsmitte wieder einen Brunnen aufzustellen, um damit eine alte Tradition für die Nachwelt zu wahren. Bis Ende der 30er Jahre stand nämlich dort, direkt am Klingenbach, der Eichbrunnen seit Hunderten von Jahren. Es war schon seit jeher der Dorfmittelpunkt, quasi die Zentralstelle, der Informationsaustausch unter den Einwohnern bei der täglichen Tränke und bei der Wasserholung der Frauen. Es war ein Zusammenkommen und Kennenlernen, wenigstens derer, die ihr täglich notwendiges Wasser am Brunnen holten, der mit frischem Quellwasser versorgt wurde.

Unter dem damaligen Bürgermeister Egbert Zäh fand 1989 ein Architekten-Wettbewerb statt. Den Zuschlag zum Entwurf erhielt Prof. Neuss aus Strümpfelbach. Das Motiv "Nichthuldiger-Brunnen" haben die Gemeinderäte unter den Wettbewerbsteilnehmern ausgesucht.

Mitte 1990 wurde der neue Brunnen dann angeliefert und montiert. Im Anschluss an den sonntäglichen Gottesdienst am 8. Juli 1990 wurde der Nichthuldigerbrunnen anlässlich dem 125-jährigen Vereinsbestehens des Sängerbundes enthüllt und vorgestellt. Seither steht er an seinem auserwählten Platz auf dem Marktplatz, dient manchem Spaziergänger zur Erfrischung oder den Kindern zum Spielen.

Wer nach dem Besuch der Marktplatzhockete noch Lust auf einen Bummel hat, kann noch Kleinstadtflair auf dem Kunsthandwerkermarkt in der Silcherstr. 1 von 11 bis 17 Uhr genießen.