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Großer Kader zahlt sich aus

von Schwarzwälder Bote

Im dritten Jahr in Folge konnte im Sportheim des SV Wittendorf eine Meisterschaft gefeiert werden. Auf den Titelgewinn der Reserve in der Kreisliga B1 fiel allerdings der Schatten des Abstiegs der ersten Mannschaft aus der Landesliga.

D ennoch brach sich die Freude an der Langen Furche Bahn, als die Meisterschaft mit dem 6:1-Heimerfolg im Nachholspiel gegen die SG Busenweiler-Römlinsdorf bereits drei Spieltage vor dem Saisonende unter Dach und Fach war. Zuvor waren bereits die letzten Zweifel am Titelgewinn mit dem knappen Heimerfolg im Lokalkampf gegen den SV Glatten zerstreut worden, mit dem man auch erfolgreich Revanche für die deutliche 0:5-Hinspielniederlage genommen hat.

Der Erfolg des Spielertrainer-Gespanns Michael Heinzelmann und Sebastian Ruoff hat viele Ursachen. Auf dem Feld wesentlich daran beteiligt war Sebastian Ruoff selbst, der sich am letzten Spieltag mit seinem 28. Saisontreffer auch die Torjägerkrone sicherte. Dass mit dem nur einen Treffer weniger aufweisenden Kevin Hug der nächste Wittendorfer Goalgetter in der Liste unmittelbar folgt, ist kein Zufall. Die Mannschaft hat doch zusammen mit dem ebenfalls souveränen Kreisliga A2-Meister TSG Witterhausen bei jeweils 105 erzielten Toren die beste Offensive im Bezirk Nördlicher Schwarzwald vorzuweisen; und das bei vier Spielen weniger in der kleineren Liga.

Ein großes Plus auf Seiten der Wittendorfer war ihr großer Spielerkader mit einer guten Mischung aus erfahrenen Spielern und "jungen Wilden", und dass die Akteure aus zweiten Reihe, die nicht so oft zum Einsatz kamen, sich dem Erfolg der Mannschaft unterordneten. "Das war für mich", so der nach seiner Patellasehnenverletzung selbst erst spät in der Saison wieder einsatzfähige Michael Heinzelmann, "ein Grund für unseren sportlichen Erfolg." Während andere Vereine Probleme haben genug Spieler zusammen zu bekommen, konnte das Spielertrainer-Duo insgesamt 28 Spieler einsetzen. Ein Reservoir, das fast für die Meldung einer dritten Mannschaft gereicht hätte.

Auch angesichts des ersten Neuzugangs ist Michael Heinzelmann zuversichtlich, dass seine Mannschaft auch in der Kreisliga A1 in der Saison 2018/19 eine gute Rolle spielen kann. Von den SpVgg Freudenstadt kommt dabei Torwart Louis Pfau nach vier Jahren wieder zum SV Wittendorf zurück. Weil auch die erste Mannschaft trotz des Abstiegs nur wenige Abgänge vermeldet, sollte es keine Personalsorgen geben.