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Die Kuhglocken läuten wieder

von Christina Kornfeld

Am Pfingstwochenende lockt der traditionelle Schellenmarkt wieder viele Besucher auf den Fohrenbühl.

Der Schellenmarkt auf dem Fohrenbühl zu Pfingsten ist eine schöne Tradition. Er wird auch in diesem Jahr wieder stattfinden. Neben den Ständen, an denen die Kuhglocken (Schellen) angeboten werden, gibt es ein abwechslungsreiches Programm. Den Auftakt macht das "Schellenmarkt-Opening" mit DJ Sven unter dem Motto "All mixed up" mit Barbetrieb am Freitag, 18. Mai, ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Unterstützt wird diese Veranstaltung von den Finsterbach- Hexen aus Schramberg.

Die Dirndl- und Lederhosenparty mit den "Schwarzwaldbuam" steigt am Samstag, 19. Mai, im Festzelt auf dem Fohrenbühl. Einlass ist ab 20 Uhr, Beginn um 21 Uhr. Der Eintritt kostet acht Euro. Es gibt warme Speisen sowie einen Weizenstand und eine Bar. Dirndl und Lederhosen werden dort gerne gesehen. Weitere Informationen zu dieser Party sind im Internet unter www.schellenmarktparty.de zu finden.

Den großen Kram- und Jahrmarkt mit zahlreichen Marktständen sowie Autoscooter und Vergnügungspark gibt es am Pfingstsonntag . Um 10 Uhr beginnt der Frühschoppen mit dem Schwarzwald-Quintett, ab 14.30 Uhr unterhält die Trachtenkapelle Langenschiltach.

Ein ökumenischer Festgottesdienst beginnt Pfingstmontag um 10 Uhr. Zum anschließenden Frühschoppen spielt der "MV Harmonie Sulzbach". Die Trachtenkapelle Reichenbach mit der Erwachsenen- und Kindertanzgruppe sorgt ab 14 Uhr bis zum Festausklang für gute Stimmung.

Den Markt auf dem Fohrenbühl gibt es seit mindestens 1548. Er ist, abgesehen von dem Markt auf dem Biereck bei Haslach, der einzige noch existierende Schellenmarkt. Im Schwarzwald wurden diese Märkte zu Pfingsten an vielen Orten veranstaltet. Die Hirten, Mägde und Knechte tauschten oder kauften auf diesen Märkten die Glocken, mit denen sie die ihnen anvertraute Herde zusammenhielten. Außerdem hatten die Hirten dort die Möglichkeit, kleine selbstgefertigte Dinge wie Flöten oder Werkzeuge zu verkaufen. Diese stellten sie her, während sie ihr Vieh hüteten.

Schon um 1900 herum gesellte sich das erste marktfahrende Volk dazu und bot neben gewerblich gefertigten Schellen, Schleckereien und Strickwaren auch anderen Krimskrams an. Heutzutage stehen die Schellen nicht mehr im Mittelpunkt, geblieben ist jedoch der traditionelle Kram- und Jahrmarkt mit den vielen Ständen am Sonntag. cko