Altensteig (Württ.)

Keine Alternative

von Manfred Köncke

Altensteig. Die Entscheidung fiel in wenigen Minuten: Der Bau- und Umweltausschuss des Altensteiger Gemeinderats hat sich einstimmig gegen den Bau von vier Wohnmobil-Stellplätzen bei der Altensteiger Kläranlage ausgesprochen. Favorisiert wird nach wie vor der Standort in der Oberen Talstraße.

Dass eine mögliche Alternative überhaupt auf die Tagesordnung gesetzt wurde, hängt damit zusammen, dass der bisherige Mieter, die Dekra, den Vertrag mit der Stadt gekündigt hat, weil man in Zukunft auf den Fahrübungsplatz verzichten werde.

Für diesen Standort spreche nicht viel, erklärte Bürgermeister Gerhard Feeß bei der Vorort-Besichtigung, wollte der Entscheidung des Ausschusses aber nicht vorgreifen. Angeführt wurden unter anderem die weite Entfernung bis ins Stadtzentrum und dass sich in unmittelbarer Nähe ein Brandübungscontainer befindet, der nahezu jedes Wochenende von Feuerwehren aus dem ganzen Land für Ausbildungszwecke belegt ist. Außerdem würde die Altensteiger Feuerwehr gerne eine Teilfläche für Übungszwecke nutzen. Zudem müssten Strom- und Wasserleitungen gelegt werden.

"Das alles kostet auch Geld", bemerkte Stadtrat Stephan Henssler, nachdem angedeutet wurde, dass für den Platz im Oberen Tal 90 000 Euro ausgegeben werden müssten. Tobias Schmid kann sich nicht vorstellen, dass Wohnmobilbesitzer den Liegestuhl neben einem Klärwerk und in Sichtweite übender Feuerwehrangehöriger aufklappen. Die Entfernung zur Innenstadt sei mit 2,8 Kilometern auch zu groß, in der Oberen Talstraße seien es nur 800 Meter, war ein weiteres Argument. Der Ausschuss will dem Gemeinderat empfehlen, sich für den zuerst gewählten Standort auszusprechen.