Albstadt

Weil bei vielen Hallen inzwischen einfach der Durchblick fehlt

von Schwarzwälder Bote

Albstadt (key). Schon seit Jahren sind viele Fenster an Turn- und Sporthallen im Stadtgebiet nicht mehr geputzt worden – nur noch vereinzelt, wie es in der Vorlage für die jüngste Sitzung des Technischen Ausschusses heißt. Grund dafür sei die Personalsituation bei der Albstädter Gebäudereinigungsfirma gewesen, mit der die Stadt – für den Großteil ihrer Gebäude – einen Werkvertrag hatte.

Deshalb hat die Stadt – in beiderseitigem Einvernehmen – den Vertrag aufgelöst und der Technische Ausschuss den Auftrag für die Glasreinigungsarbeiten in zwei Gebieten neu vergeben. Los eins umfasst die Gebäude in Ebingen, Lautlingen und Laufen, Los zwei Gebäude in Truchtelfingen, Tailfingen, Onstmettingen, Burgfelden, Pfeffingen und Margrethausen.

Im ersten Jahr ist ein Aufschlag sinnvoll – der Aufwand ist höher

Weil die Glasflächen so lange nicht gesäubert worden waren, dass der Aufwand im ersten Jahr höher liegen wird, erhält die Firma Denserv aus Stuttgart, die den Auftrag für die Jahre 2018 bis 2022 zum Gesamtpreis von 170 855 Euro erhalten hat, im ersten Jahr einen Zuschlag. Siegfried Schott (Freie Wähler), als Ortsvorsteher von Onstmettingen Hausherr der dortigen Turn- und Festhalle, durch deren Fenster man kaum noch sehen könne, begrüßte die Ausschreibung – auch wenn keine örtlichen Firmen unter den Bietern gewesen seien. Martin Frohme (SPD) hingegen schmeckte das Verfahren überhaupt nicht: "Wenn man mit den Leuten vor Ort verhandelt hätte, hätte man sich das sparen können", kommentierte er und stimmte schließlich auch gegen die Vergabe. Baubürgermeister Udo Hollauer widersprach: Es sei nicht möglich gewesen, mit den ausführenden Firmen so zu verhandeln, dass es funktioniert hätte. Und mit eigenen Reinigungskräften sei die Arbeit nicht zu stemmen.