Albstadt

Traufganghütte Brunnental wird erweitert

von Martin Kistner

Albstadt-Laufen - Am Sonntag wurde noch der Braten aufgetischt; am Montag rückten die Bauarbeiter an: Die Traufganghütte Brunnental wird erweitert und bleibt deshalb im ersten Quartal des Jahres 2019 geschlossen. Wiedereröffnung soll am 29. März sein, pünktlich zum Auftakt der Frühjahrssaison. Rund eine halbe Million Euro investiert Inhaber Tobias Hailfinger in die Erweiterung von Küche, Gaststube, Eingangs- und Sanitärbereich; das Land fördert das Projekt mit einem Zuschuss aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum.

Hintergrund dieser Investition ist der durchschlage Erfolg einer guten Geschäftsidee: Dass sich die Traufganghütte etabliert hätte, ist, gelinde gesagt, Understatement – wenn am Wochenende oder Festtag auch noch die Sonne scheint, dann wird es eng in und vor der Gaststätte. Zuerst hatten Tobias Hailfinger und seine Mutter Anke Hailfinger nur an die Küche gedacht, in der sie ihren Mitarbeitern mehr Ellenbogenfreiheit verschaffen wollten. Doch dann entschlossen sie sich, auch die Gaststube zu erweitern, den Eingangs- und Toilettenbereich repräsentativer und geräumiger zu gestalten und eine Dachterrasse im Bereich der Tenne zu schaffen.

Die Pläne im Detail: Auf der Südwestseite des Hauses wird an die bestehende Hausfront ein flachgedeckter, eingeschossiger Anbau angefügt; die Außenwand des Hauses verschiebt sich dadurch um viereinhalb Meter in Richtung Südwesten, also in die Gartenwirtschaft. Die Gaststube im Osten des Hauses und die Küche in der Mitte gewinnen auf diese Weise jeweils 20 Quadratmeter – plus minus – hinzu. Im Westen entsteht ein ähnlich großer Windfang. Die Gäste müssen sich im Eingangsbereich künftig nicht mehr aneinander vorbeidrücken, wenn Hochbetrieb herrscht; außerdem entsteht Platz für die Vermarktung der hauseigenen Produkte. Das Dach wächst ebenfalls; es soll künftig als Dachterrasse dienen, etwa für Empfänge, die nach einem besonderen Rahmen verlangen.

Die Gartenwirtschaft wird durch den Umbau nicht geschmälert; sie wird im Süden um die viereinhalb Meter erweitert, die sie im Norden einbüßt. Was allerdings nicht ohne Erdbewegungen zu bewerkstelligen ist, denn das Gelände steigt merklich an. Eine neue Mauer, die den Hangdruck abfängt, muss auch gesetzt werden.

Das ist aber noch nicht alles: Mittlerweile liegt die Genehmigung für die geplante "Fonduescheune" vor; das Angebot der Traufganghütte Brunnental wächst also weiter. Ein anderes Ziel liegt dagegen noch in weiter Ferne: Fremdenzimmer. Den Hailfingerr schweben einige kleine "Chalets" am Hang vor; die Pläne sind im Traufganghüttenkonzept berücksichtigt, das die Stadt im Frühjahr beim Regierungspräsidium fürs geplante Zielabweichungsverfahren einreichen möchte. Danach heißt es abwarten: Die Hailfingers haben schon einmal Landesbehörden von einem Projekt überzeugt – vielleicht gelingt es ihnen ja wieder.