Albstadt

Strampeln für Bildung und Wasser

von Karina Eyrich

Noch waren es erst zwölf Teilnehmer, doch bei der Weltmeisterschaft im nächsten Jahren sollen es weit mehr sein beim "Social Ride", dessen Erlös buchstäblich fließen wird: nach Bisoro in Burundi.

Albstadt-Tailfingen. Wasserprojekte sind das nächste, was Klaus Ölkrug, der "Mister Bisoro" im Arbeitskreis Chambéry Albstadt, und seine Mitstreiter planen: Das Patenschaftsprojekt der beiden Partnerstädte feiert in diesem Jahr offiziell sein 25-Jahr-Jubiläum, und so war es für Marinus Merz vom Amt für Familie, Bildung, Sport und Soziales sowie dessen Leiter Jo Triller ein schöner Anlass, beim "Mercedes Benz UCI Mountainbike Weltcup" auch an die Freunde in Bisoro zu denken.

"Albbike"-Team macht seinem Namen alle Ehre

Der Erlös eines "Social Ride" sollte dem Patenschaftsprojekt – und somit dem für Herbst vorgesehenen Wasserprojekt – zugute kommen. Geplant haben die Ausfahrt Philipp Wichmann und seine Kollegen von "Albbike" – allesamt Tourguides, die im In- und Ausland Touren für Mountainbike-Fahrer und E-Mountainbike-Fahrer sowie Firmenveranstaltungen und Mountainbike-Camps, etwa auf Elba und in der Haute Provence, anbieten.

Für den Social Ride hatten Wichmann und seine Freunde zwei Touren geplant: "Wir haben Strecken ausgearbeitet, die viel Raum zum Reden zuließen, nicht zu anspruchsvoll, für E-Bikes und normale Mountainbikes sowie für weniger sportliche Fahrer geeignet", sagt Wichmann. Auch der Ausblick sollte gut sein, und so steuerten die Fahrer das Ausflugslokal "Schönhaldenfelsen" oberhalb von Truchtelfingen an, wo ein Buffet auf sie wartete.

Die Hälfte der zehn Euro Startgeld wurden für diesen Zweck verwendet, die andere Hälfte für Bisoro, wobei Wichmann betont, dass eine Reihe von Teilnehmern dafür deutlich mehr gespendet habe.

Im Juni 2020 soll der "Social Ride" noch mehr Teilnehmer anziehen

Für das nächste Jahr hoffen er und seine Freunde sowie die Stadt als Veranstalter auf noch viel mehr Teilnehmer beim "Social Ride" zur Weltmeisterschaft im Cross-Country im Juni – schließlich sollte es diesmal nur ein Testballon sein. So kommt es auch, dass Klaus Ölkrug und Renate Steim-Ölkrug erst aus dem Schwarzwälder Boten vom "Social Ride" erfuhren. Gekommen sind beide gerne, wissen sie doch, wie wichtig jeder Cent für das Patenschaftsprojekt ist.

Es war 1992 im Rahmen der Städtepartnerschaft der Stadt Albstadt mit dem französischen Chambéry ins Leben gerufen worden. Seit 1993 wird Bisoro regelmäßig durch Hilfsgüter, Schulbauten, medizinische Einrichtungen und Wasserprojekte unterstützt. Erst kürzlich war wieder ein Hilfstransport abgefahren.