Albstadt

Glauben und Brandschutz wollen trainiert sein

von Hans Raab

Albstadt-Laufen. Mit einem bunten Programm hat die Freiwillige Feuerwehr Laufen am Sonntag die Feierlichkeiten anlässlich ihres 175-jährigen Bestehens fortgesetzt. Am Samstag hatten sechs Wehren aus Albstadt bei einer Übung in der Grundschule ihr Können unter Beweis gestellt – es galt einen fiktiven Brand mit starker Rauchentwicklung zu löschen. Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Festhalle, den der katholische Diakon Michael Weimer und der evangelische Pfarrer Thilo Hess gemeinsam feierten und der Musikverein Laufen sowie ein Singprojekt des Gesangvereins Laufen und des evangelischen Kirchenchors musikalisch begleiteten.

Die Predigt von Pfarrer Hess war ausdrücklich keine "Brandrede", Hess selbst bezeichnete sie als Feuerwehransprache und nahm seine Zuhörer mit auf eine Reise in die Vergangenheit mit, erzählte von Brandkatastrophen früherer Jahrhunderte und würdigte die Feuerwehrmänner und -frauen als "Helden des Alltags". Alltag deshalb, weil für die Einsätze geübt werden müsse – ganz ähnlich wie für den Glauben. Denn auch der wolle trainiert sein – Gottvertrauen könne nicht einfach im Bedarfsfall abgerufen werden.

Anschließend unterhielt der Musikverein Laufen unter Leitung von Dirigent Peter Binder die Gäste mit beschwingten Melodien. Am frühen Nachmittag nahmen die Kinder des Laufener Kindergartens die Bühne in Beschlag – und die Herzen der Gäste ebenfalls: In blauen T-Shirts führten die zwei bis sechs Jahre alten Jungen und Mädchen einen Feuerwehrtanz auf und begeisterten die Erwachsenen im Saal damit ebenso wie anschließend die "Zumba-Girls" des TSV Laufen mit ihren temperamentvoll und lautstark dargebotenen Tänzen.