Aichhalden

Im "Engel" tut sich wieder etwas

von Johannes Fritsche

Am Dienstag hat Bürgermeister Michael Lehrer die Katze aus dem Sack gelassen: Der Landgasthof Engel ist an Investoren aus dem Saarland verkauft worden, die damit wohl einiges vorhaben.

Aichhalden. Der Bürgermeister bestätigte, dass die G.F.I. GmbH aus dem saarländischen Homburg den Landgasthof Engel in der Ortsmitte von Aichhalden gekauft habe. Der Kauf sei schon rechtsverbindlich über die Bühne gegangen, der Notartermin habe bereits stattgefunden.

Und nicht nur das: Die Käufer stellen auch bereits einen Bauantrag für die Renovierung und Sanierung des Engels: Das Erdgeschoss soll einen Anbau bekommen, das Dachgeschoss wird ausgebaut, weitere Gebäudebereiche werden zu Appartements (Ferienwohnungen!) umgebaut und vor allem für die Aichhalder wichtig: Auch als Gaststätte bleibt ihnen der "Engel" erhalten, die Gastronomie wird weitergeführt. Im Herbst soll es mit den Arbeiten losgehen.

Die Investoren haben auch das leer stehende Gebäude in der Rathausstraße 3 erworben. Es soll abgerissen werden und an seiner Stelle sollen Parkplätze für das Gasthaus Engel entstehen. "Als Bürgermeister freue ich mich, dass ein Investor den ›Engel‹ nicht nur als Abschreibungsobjekt sieht, sondern auch auf den Tourismus in Aichhalden setzt", erklärte Bürgermeister Lehrer.

Im Frühjahr 2016 hatte der letzte Pächter des "Engels" Insolvenz angemeldet. Immerhin zehn Jahre hatte er ihn als Gastwirt betrieben, bald darauf folgte die Schließung. Als einen wichtigen Grund führte der damalige Pächter an, dass er nur einen Teil seiner 15 Zimmer vermieten könne. Die Hälfte der Räume sei zu alt, die Eigentümer des "Engel", eine Berliner Holding, würden nicht investieren und renovieren, trotzdem von ihm die Pacht in voller Höhe verlangen.

Die neuen Eigentümer zeigen mit ihrem Bauantrag, dass sie gewillt sind, die nötigen Investitionen zu tätigen. Wie sie auf das Immobilienprojekt in Aichhalden gekommen sind und ob der "Engel" seinen Namen weiterhin behalten wird, war bis zum Redaktionsschluss von den neuen Besitzern nicht zu erfahren.