Aichhalden

Ein musikalisch erfolgreiches Jahr

von Lothar Herzog

Aichhalden. Der Gesangverein Liederkranz Aichhalden hat im vergangenen Jahr mit zwei besonderen Konzerten kulturelle Akzente gesetzt. Finanziell wurde das allerdings nicht belohnt.

Bei der Hauptversammlung im "Adler" sprach Vorsitzender Rudi Höfler von einem bedeutenden Jahr im kulturellen Bereich. Vor allem das Adventskonzert in der Kirche St. Michael habe ihm besonders am Herzen gelegen.

Trotz Skepsis einiger Sänger sei es den beiden Dirigenten Philipp Jahn und Klaus Penalver gelungen, die Sängerschar zu Höchstleistungen zu motivieren. Alles habe sich hervorragend zu einer Einheit zusammengefügt: Die Chöre aus Aichhalden und Rötenberg und die Instrumentalisten, schwärmte Höfler.

Auch das Jubiläumskonzert beim Gesangspartner "Frohsinn" Rötenberg zu dessen 125-jährigem Bestehen sei bravourös gemeistert worden. Diesen eingeschlagenen Weg werden die beiden Vereine weitergehen. Die Hauptversammlung biete eine Gelegenheit, sich bei allen Mitwirkenden für die geleistete Arbeit zu bedanken. Da für 2018 kein größeres Konzert geplant sei, biete sich eine günstige Gelegenheit, neues Liedgut für kleinere Veranstaltungen und Auftritte einzuüben, blickte der Sängerchef voraus.

Arbeit allerdings nicht in barer Münze ausgezahlt

Einen stimmungsvollen Jahresrückblick hörten die versammelten Sänger aus dem Protokollbuch von Karin Neujahr, die an alle Aktivitäten des Vereins erinnerte, darunter der Jahresausflug an den Bodensee, die Pfingstwanderung und das gut besuchte Herbst- und Schlachtfest in der Festplatzanlage. Wie die Protokollführerin abschließend betonte, habe es zwischen den beiden Konzerten viel Arbeit gegeben.

In barer Münze ausgezahlt haben sich die Konzertauftritte nicht. Unterm Strich wies Kassiererin Annette Kuner ein Minus im unteren vierstelligen Bereich aus, der besonders beim eintrittsfreien Kirchenkonzert entstand. Höfler zeigte sich mit dem Ergebnis trotzdem zufrieden, da er durch das Engagement von Instrumentalisten und Solisten mit einem höheren Fehlbetrag kalkuliert hatte.

Eine Bestmarke erzielte der Chor, der sieben öffentliche Auftritte hatte, dagegen beim Proben. Laut dem Geschäftsbericht von Berthold Flörchinger lag der Probenschnitt bei 94 Prozent. 44 Mal trafen sich die Sänger zur Singstunde, 42 Mal davon zusammen mit den Frauen. Mit den Rötenberger Kollegen wurde siebenmal gemeinsam geübt. Nie gefehlt haben Rudi Höfler, Helmut Köppe, Markus Kopp, Gretel Wössner und Gerlind Kimmich.

Bei den Neuwahlen wurde Vorsitzender Rudi Höfler in geheimer Wahl einstimmig wiedergewählt. Er geht damit nach 19-jähriger Regentschaft in seine elfte Amtszeit. Auch hat der Verein nach Jahren der Vakanz mit Eugen Günter wieder einen Schriftführer. Diese Arbeit hatte Höfler in der Vergangenheit kommissarisch übernommen. Protokollführerin Karin Neujahr sowie die Beisitzer Rosemarie Moosmann und Horst Höfler wurden im Amt bestätigt.

Bei den Positionen, die nicht gewählt und nur bestimmt werden mussten, stellten sich alle bisherigen Amtsträger erneut zur Verfügung.

Bei Horst Kopp entschuldigte sich Höfler, es versäumt zu haben, zu dessen Ehrung beim Herbst- und Schlachtfest für 60-jähriges Singen einen kleinen Bericht mit Bild an den Schwarzwälder Boten zu schicken.

Frohsinn-Vorsitzender Gerhard Fuchs aus Rötenberg dankte für die gute Zusammenarbeit und äußerte den Wunsch, dass beide Chöre noch weiter zusammenwachsen sollten. Keiner könne mehr ohne den anderen konzertant auftreten. Der gute Probenbesuch basiere auf den Zielen, die der Liederkranz im vergangenen Jahr gehabt habe, stellte Fuchs anerkennend fest.