Aichhalden

Der "Sonnäcker" wächst weiter

von Lothar Herzog

Gute Nachrichten für potenzielle Häuslebauer: Das Rötenberger Wohngebiet Sonnäcker wird um einen zweiten Abschnitt erweitert. Das schafft 19 neue Bauplätze.

Aichhalden-Rötenberg. Obwohl der Bagger der Balinger Firma Stumpp, die in der Januar-Sitzung des Gemeinderats den Auftrag für die Erschließungsarbeiten in Höhe von 635 000 Euro erhielt, schon bereit stand, wurde der Baubeginn mit einem Spatenstich am Donnerstag symbolisiert.

Für Bürgermeister Michael Lehrer gab es zwei Gründe für dieses Ritual. Zum einen seien Spatenstiche bei neuen Projekten in der Vergangenheit eher selten geschehen. Zum anderen stelle eine Investition von 1,2 Millionen Euro einen wirklichen Grund dar. Die Bereitstellung von ausreichend Wohnbauplätzen in beiden Ortsteilen bedeute ein großes Ziel, welches der Gemeinderat schon lange verfolge.

Damit sich Bürger den Wunsch eines Eigenheims erfüllten könnten, brauche es eine vorausschauende Grundstückspolitik. Deshalb habe sich die Gemeinde im vergangenen Jahr bereits die Grundstücke für einen dritten Bauabschnitt gesichert. Weitere Bauplätze könnten noch in der Ortsmitte erschlossen werden. Obwohl man nie wisse, was die Zukunft bringe, werde das Bauland für Wohnbebauung in Rötenberg so schnell nicht ausgehen, war sich Lehrer sicher.

Die Plätze im Sonnäcker seien zentral und doch in ruhiger Lage und attraktiv, wie Anfragen von außerhalb des Gemeindegebiets bewiesen. Die Planung der kooperierenden Ingenieurbüros Eppler und Gfrörer sehe eine gespiegelte Fortführung des oberen und unteren Sonnäcker vor. Zusätzlich werde ein kleiner Stich zum dritten Bauabschnitt vorgenommen. In der Summe von 1,2 Millionen Euro seien Straßenbau, Abwasserbeseitigung im Trennsystem und Wasserversorgung enthalten.

Der Hubweg werde einen Anschluss an die Trinkwasserversorgungsleitung im oberen Sonnäcker bekommen, wodurch eine Ringleitung entstehe und eine höhere Versorgungssicherheit bei Rohrbrüchen erreicht werde. Diese Kosten flössen nicht in die Bauplatzpreiskalkulation ein. Den Verkaufspreis werde das neue Ratsgremium öffentlich beraten und festlegen. Er werde um die 110 Euro je Quadratmeter liegen und sei im Vergleich zu Umlandgemeinden durchaus konkurrenzfähig, unterstrich der Bürgermeister.

Nach Auskunft von Planer Sebastian Rolfes umfasst die Erschließung des Baugebiets einen Vollausbau mit Gehwegen, Straßenbeleuchtungen und Versorgungsleitungen der Telekom und Netze BW. Der erste Bauabschnitt wurde 2010 realisiert, der letzte von insgesamt 23 Bauplätzen im Dezember 2018 verkauft.

Die künftigen Bewohner des zweiten Bauabschnitts werden zudem superschnelles Internet erhalten, wie Ann-Pia Engel als Vertreterin der Deutschen Telekom informierte. Es würden 3,5 Kilometer Glasfaserkabel eingeblasen und ein Verteilerkasten installiert. Mit FTTH (Fibre to the Home) werde Glasfaser bis in die Wohnung verlegt. Die neuen Anschlüsse ermöglichen eine Geschwindigkeit von bis 1000 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen und 500 Megabit beim Versenden.

Wer sich einen FTTH-Anschluss sichern wolle, müsse nach dem Ende der Erschließungsarbeiten die Telekom beauftragen. Der Bauherr müsse außerdem mit der Telekom gleich zu Beginn der Planung darüber reden, wo Leerrohre für das Glasfaser innerhalb des Neubaus verlegt werden sollen, teilte die Telekom-Vertreterin mit.